
Sommerzeit ist Badezeit. Und gerade dieses Jahr ist Badezeit mangels Sonnenschein und warmen Temperaturen, dafür umso mehr schlechtes Wetter, eher spärlich. Was tun also mit den wenigen, lohnenswerten Badetagen: Freibad oder See?
Wasser:
Das Wasser und dessen Qualität ist für viele ein Hauptgrund bei der Entscheidung See oder Bad. Da man davon ausgehen kann, dass alle freigegebenen Seen in Deutschland eine angemessene Qualität haben, kann man dort also auch bedenkenlos baden. Jedoch schreckt viele das eher schlammig-braune oder algig-grüne Wasser ab. Dazu kommen lebendiges Getier wie Fische und Krebse – oder auch nicht mehr lebendiges… Wobei man natürlich, zumindest bei den lebendigen, davon ausgehen kann, dass dies eher ein positiver Faktor für die Qualität ist, schließlich könnten diese im überchlorten Becken nicht mehr überleben. Auf der anderen Seite ist das eher klare blaue Wasser im Bad bei genauerem hinsehen meist nicht viel besser. Verhältnismäßig viele Hautreste-Sonnencreme-Haare-Schweiß-Dinge mischen sich mit reichlich Chlor. Und nicht zu vergessen die bis zu 100 Liter Urin in einem normalen städtischen Freibad-Becken machen diesen auch nicht gerade appetitlicher.
Ausstattung:
Hier liegt meist das Freibad vorn, denn es kann mit teils mehreren Kioske, Beachvolleyball-Feldern, Tischtennisplatten, etc. auftrumpfen. Außerdem sucht man am See Sprungtürme oder Rutschen meist vergebens. Allerdings sind diese Dinge aber sowieso meist überbelegt. Das wichtigste Ausstattungsmerkmal am See ist wohl am ehesten der Platz – im See und auf der Wiese, auch wenn die Wiesen vom Freibad meist besser gepflegt sind. Kompensieren kann der See den Spaßwert durch selbst mitgebrachte Utensilien wie LuMa oder Schlauchboot, was im Freibad definitiv nicht geht.
Hygiene:
Bessere Ausstattung im Bad mit WCs und Duschen gegen eher mangelnd vorhandene Ausstattung am See. Allerdings sind am Ende eines warmen Sonnentages die sanitären Anlagen des Bades sowieso versifft, dass es kaum noch einen Unterschied macht.
Spaß:
Spaß ist hier die wohl subjektivste Kategorie, denn jeder definiert Spaß wohl anders. Manche finden es toll, mit massig Menschen im Freibad rumzuposen, andere wiederum erfreuen sich der eher ruhigen freien Körperkultur am See. Der See ist wohl gemeinhin chilliger und man trifft auch weniger [...] Kinder. Somit gibt es meist mehr Platz für Federball, Frisbee und Fußball, wenngleich auch meist ohne Netz und Tore.
Budget:
Hier gewinnt der Baggersee gegen die städtisch-geförderten Freibäder, da sie im Normalfall keinen Eintritt verlangen. Dagegen stehen 1-4€ bei den Freibädern. Und auch am Kiosk habe ich das Gefühl, dass es, falls vorhanden, am See billiger ist. Dagegen stehen also meist nur etwas höhere Fahrtkosten um überhaupt zu einem See zu kommen.
Fazit:
Für eher ruhigeres entspannen oder mehr Platz zum schwimmen und spielen ist der abgeschiedene Bade- oder Baggersee das ideale.
Für alles andere eben das naheliegende Freibad.
Was ist Euer Favorit?


